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Familie beim Essen

CGM auf einen Blick

Alles was Sie zu Continuous Glucose Monitoring wissen müssen

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Funktionsweise

Funktionsweise des Gerätes

Was ist CGM? Glukosemessung rund um die Uhr

CGM steht für kontinuierliche Glukosemessung (Continuous Glucose Monitoring). Anders als beim Blutzuckermessen wird der Glukosegehalt in der Gewebeflüssigkeit (interstitielle Flüssigkeit – ISF) des Unterhautfettgewebes gemessen. Der zweite große Unterschied ist die Frequenz: Gemessen wird automatisch, in Zeitabständen von nur wenigen Minuten. Ein kleiner Sensor führt die Messungen durch, der in der Regel am Bauch oder am Oberarm unter der Haut sitzt.

Je nach System wird der Sensor mit einer Setzhilfe eingeführt und alle fünf bis sieben Tage ausgetauscht oder durch geschultes Fachpersonal für bis zu 90 Tage unter die Haut eingesetzt. Ein mittels Pflaster fixierter Transmitter überträgt die Daten dann an ein spezielles Empfangsgerät oder an eine Smartphone App. Bei diesen auch rtCGM (real time = Echtzeit) genannten Systemen können Menschen mit Diabetes den aktuellen Glukosewert also jederzeit im Blick behalten.

Funktionsweise - auf einen Blick

Kontinuierliche Glukosemessung per Sensor Kontinuierliche Glukosemessung per Sensor
Transmitter überträgt Werte an Empfangsgerät Transmitter überträgt Werte an Empfangsgerät
24/7 Glukosemessung 24/7 Glukosemessung

Vorteile

Vorteile

Ihre Vorteile mit CGM

Von der Momentaufnahme zum Gesamtbild: Während Sie mit einer klassischen Blutzuckermessung nur punktuelle Messwerte festhalten können, zeigt Ihnen ein CGM System den vollständigen Glukoseverlauf über 24 Stunden auf. Es werden auch bisher unerkannte Blutzuckerschwankungen ersichtlich, wie z.B. Auswirkungen von Sport und Ernährung oder nächtliche Blutzuckerspitzen oder Hypoglykämien. So können Sie Rückschlüsse für Ihre Diabetestherapie treffen, die Ihre gesamte Stoffwechselkontrolle und Ihre Lebensqualität verbessern können.

Mehr Sicherheit: Alle CGM-Systeme besitzen eine Warnfunktion, die bei einer Unterzuckerung Alarm gibt – manche sogar bevor Ihr Glukosewert den von Ihnen definierten Zielbereich verlässt. Das gibt Ihnen mehr Sicherheit im Alltag und kann zu stabileren Blutzuckerwerten im Zielbereich und einem besseren HbA1c-Wert führen. Vor allem Menschen mit häufigen nächtlichen Hypoglykämien oder Menschen mit Hypowahrnehmungsstörung gewinnen durch Alarmfunktionen ein hohes Maß an Sicherheit.

Vorteile - auf einen Blick

Die Glukosewerte immer im Blick Die Glukosewerte immer im Blick
Weniger Über- und Unterzuckerungen durch intelligente Alarme Weniger Risiko für Hypo- und Hyperglykämien durch Alarme am Körper oder Empfänger
Bessere Therapieeinstellung und mehr Lebensqualität Bessere Therapieeinstellung und mehr Lebensqualität

Wer ist geeignet?

Wer ist geeignet?

Kommt CGM für Sie in Frage?

Bei der Entscheidung für eine Diabetestherapie mit einem CGM System spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Ob CGM für Sie tatsächlich in Frage kommt, besprechen und entscheiden Sie am besten gemeinsam mit Ihrem behandelnden Diabetologen. Bislang wird CGM mehrheitlich bei Typ-1-Diabetes angewandt, aber prinzipiell können auch Menschen mit Typ-2-Diabetes davon profitieren. Personenkreise, für die CGM jedoch generell empfohlen wird, sind Kinder mit Typ-1-Diabetes und Frauen mit Diabetes vor oder während einer Schwangerschaft.

Grundsätzlich gilt: CGM ist eine interessante Messmethode für Menschen mit Diabetes, die eine Insulintherapie durchführen und dennoch starke Blutzuckerschwankungen aufweisen. Erreichen Sie Ihren angestrebten HbA1c-Wert trotz aller zur Verfügung stehenden Therapieoptionen nicht, könnte CGM dabei helfen. Faktoren, die für den Einsatz von CGM sprechen sind z.B.:

  • häufige Hypoglykämien
  • häufige nächtliche Hypoglykämien
  • eine Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung
  • Insulinempfindlichkeit
  • die Notwendigkeit für mehr als 10 Blutzuckermessungen täglich

Wer ist geeignet - auf einen Blick

Durchführung einer Insulintherapie Durchführung einer Insulintherapie
Starke Blutzuckerschwankungen, häufige Hypoglykämien Starke Blutzucker-
schwankungen, häufige Hypoglykämien
> 10 Blutzuckermessungen täglich > 10 Blutzuckermessungen täglich

Kostenerstattung

Rotes Rezept

Wann zahlt die Krankenkasse?

Seit 2016 gehören Echtzeit-CGM Systeme mit Alarmfunktion zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Voraussetzungen für die Kostenerstattung ist u.a. eine angewandte intensivierte Insulinbehandlung (d.h. mit Pen oder Insulinpumpe), sowie ärztliche Begleitung.

Ausschlaggebend ist, dass Sie Ihre gemeinsam mit dem Arzt festgelegten Therapieziele bisher nicht erreichen konnten und Ihre persönliche Lebenssituation dabei berücksichtigt wurde. Daher ist es vorteilhaft, wenn Sie Ihre bisherige Behandlung Ihrer Krankenkasse gut dokumentiert darlegen können. Weitere Schritte sind eine CGM-Schulung sowie die Festlegung Ihres Therapieziels und die Nutzungsdauer Ihres CGM.

Detaillierte Richtlinien des GKV Spitzenverbandes stehen noch aus, in der aktuellen Praxis lassen Krankenkassen zunächst den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) einen Antrag auf CGM beurteilen. Er gibt eine sozial-medizinische Empfehlung ab, der die Kasse folgen kann – aber nicht muss. Die schlussendliche Entscheidung über die Kostenerstattung liegt also bei der Krankenkasse. Einen Leitfaden, um eine Kostenübernahme zu beantragen, finden Sie z.B. hier. Private Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nach Vorlage eines einfachen Rezepts des behandelnden Diabetologen.

Kostenerstattung - auf einen Blick

Kostenerstattung nur, wenn bislang intensivierter Insulintherapie Kostenerstattung nur bei intensivierter Insulintherapie
Individuelle Therapieziele wurden bisher nicht erreicht Individuelle Therapieziele wurden bisher nicht erreicht
Bedingung: CGM-Schulung und Definition des Therapieziels mit CGM Bedingung: CGM-Schulung und Definition des Therapieziels mit CGM

Systeme

Entdecken Sie das Eversense CGM System

Das Eversense CGM System ist das erste Langzeit-CGM weltweit, das aus den drei folgenden Komponenten besteht: Ein Sensor, der bis zu 90 Tage unter die Haut eingesetzt wird, einem abnehmbaren Smart Transmitter mit Vibrationsalarm am Körper und einer leicht verständlichen Smartphone App, die die Glukosewerte anzeigt.

Schema von Sensor, Empfänger und Endgerät

FAQ

Häufige Fragen zu CGM

Was ist der Unterschied zwischen Blutzucker- und Glukosemessung in der Gewebeflüssigkeit?

Im Unterschied zum Blutzuckermessen wird bei CGM der Zucker- bzw. Glukosegehalt nicht im Blut, sondern in der Gewebeflüssigkeit des Unterhautfettgewebes (ISF) gemessen. So können Sie Ihre Werte jederzeit im Blick behalten. Durch die kontinuierliche Glukosemessung rund um die Uhr bekommt man einen Überblick über den gesamten Glukoseverlauf, während die klassische Blutzuckermessung nur eine Momentaufnahme liefern kann.

Was ist der Unterschied zwischen CGM und FGM?

Flash Glucose Monitoring (FGM) arbeitet nach demselben Prinzip wie CGM: Ein Sensor misst die Gewebeflüssigkeit des Unterhautfettgewebes. Der wesentliche Unterschied: Bei FGM werden keine Werte an ein Empfangsgerät gesendet. Um den aktuellen Glukosewert zu erfahren, fährt man mit einem Smartphone oder einem anderen Auslesegerät über den Sensor und scannt den Wert. Dementsprechend besitzen FGM-Systeme auch keine intelligenten Alarmfunktionen.

An welcher Körperstelle kann ich das CGM tragen?

Je nach System werden Sensoren am Oberarm, Bauch oder, vor allem bei Kindern, am oberen Gesäßbereich eingesetzt. Der Transmitter wird in der Regel mit einem Pflaster über dem Sensor an der Haut befestigt.

Wie groß ist ein CGM?

Die Sensoren oder Sensorfasern sind sehr klein. Die Transmitter fallen je nach System unterschiedlich aus, können aber an Bauch oder Oberarm bequem unter der Kleidung getragen werden. Die Empfangsgeräte sind mit Smartphones oder Blutzuckermessgeräten vergleichbar – bei manchen Systemen ist das Empfangsgerät Ihr jeweiliges Smartphone.

Was bedeutet eine Kalibrierung von CGM-Systemen?

Es ist notwendig, CGM-Systeme mittels „klassischer“ Blutzuckermessungen zu kalibrieren. Durch die Kalibrierung lernt der Transmitter, die Glukosewerte exakt zu berechnen. Um genaue Werte zu erhalten ist es also wichtig, ordnungsgemäß zu kalibrieren. Die meisten CGM-Systeme müssen zweimal täglich durch Blutzuckermessungen kalibriert werden.

Lassen sich alle CGM-Systeme mit Smartphones auslesen?

Nein, wie die Werte ausgelesen werden, ist vom jeweiligen CGM-System abhängig: Das Eversense CGM System etwa verfügt über eine leicht verständliche Smartphone App für iOS und Android. Manche Systeme benötigen ein eigenes Empfangsgerät.

Muss ich zusätzlich den Blutzucker messen?

Ja, meist sind zwei Blutzuckermessungen pro Tag notwendig, um das CGM-System zu kalibrieren. Da der Zucker in der Gewebeflüssigkeit ca. 5-10 Minuten später festgestellt werden kann als durch Blutzuckerwerte, sollten CGM Nutzer Ihren Blutzucker zusätzlich jederzeit gegenmessen, wenn Sie Anzeichen einer Hyper- oder Hypoglykämie vermuten.

Gibt es ein CGM-System von Roche Diabetes Care?

Als Vertriebspartner von Senseonics bietet Roche Diabetes Care den Eversense CGM Sensor an. Das Eversense CGM System ist das erste Langzeit-CGM weltweit, das aus den drei folgenden Komponenten besteht: Ein Sensor, der bis zu 90 Tage unter die Haut eingesetzt wird, einem abnehmbaren Smart Transmitter mit Vibrationsalarm am Körper und einer leicht verständlichen Smartphone App, die die Glukosewerte anzeigt.

Wird CGM von der Krankenkasse übernommen?

Ja, der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen beinhaltet seit 2016 Echtzeit-CGM Systeme mit Alarmfunktion – erfahren Sie hier mehr.

Was gehört alles zu einem CGM-System?

Ein CGM-System besteht in der Regel aus einem Sensor, einem Transmitter und einem Empfangsgerät. Je nach System kann das auch ein Smartphone sein.

Muss man vorher eine Insulinpumpe getragen haben, damit die gesetzliche Krankenkasse die Kosten eines CGM erstattet?

Nicht unbedingt, entscheidend ist, dass man eine intensivierte Insulintherapie durchführt. Hier bekommen Sie einen kurzen Überblick zur Kostenerstattung von CGM durch die Krankenkassen.

Bekommen nur Menschen mit Typ-1-Diabetes die Kosten für CGM erstattet?

Nein, zwar wird CGM bislang mehrheitlich von Menschen mit Typ-1-Diabetes genutzt, es ist aber auch eine Option für Typ-2-Diabetes. Hier bekommen Sie einen kurzen Überblick.